Oberpichlers Platte der Woche: Jahn Kemper – Spuren
Aufmerksame Leserinnen und Leser meiner kleinen Kolumne haben diesen Namen schon mindestens zwei Mal gelesen. War das nicht der Typ, der mit 14 sein erstes Album komplett alleine aufgenommen und herausgebracht hat? Ja, genau der. Und „Spuren“ ist nunmehr sein drittes Album. Jahn müsste also inzwischen 16 sein. Uff, da haben wir gerade unsere erste Schülerband gegründet und Songs von den Stones, Golden Earring und Dr. Feelgood nachgespielt. Jahn ist da schon zwei bis neun Schritte weiter. Seine Kompositionen werden immer runder und Jahn zeigt mit dem vorliegenden Album eine große Bandbreite an unterschiedlich sphärischen, geradezu schwebenden Songs wie „Inztro“ mit einem Text von Hermann Hesse, bekannt als „Stufen“. Direkt danach folgt mit „Liedermacherei“ ein schon fast Kraftwerk artiger Song, der Anfang der 80er als Avant-Pop oder frühe NDW eingeordnet worden wäre. Meine persönlichen Favoriten sind das goth-wavige „Together“ und die schöne Ballade „Never forget“. Spannend, einen jungen Künstler beim Wachsen zuzuhören. Sein bisher stärkstes Album. Congrats – und auf jeden Fall weitermachen. Klaro?
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Rezension Frizz AB, Heft Juni 2026: Jahn Kemper – Spuren
Kempers neues Album changiert zwischen Doom-Metal, Alternative Rock und Folk. Mal roh und schwer, mal ruhig und nachdenklich sind die Songs immer getragen von spürbaren emotionalen Tiefen. Die Texte kreisen um die alltäglichen Spuren, die wir als Menschen hinterlassen. Und vor allem um das, was davon bleibt. Zwischen Gitarrensequenzen und reduzierten Passagen gibt es immer Raum für Stimme und atmosphärisches Innehalten. (…) Was daraus entsteht, ist ein facettenreiches Album, das bewusst mit erzeugten Brüchen arbeitet.
https://frizz-ab.de/jahn-kemper-feat-leon-rieger-spuren/
Rheinpfalz vom 28. Mai 2026, Kultur Regional: Jahn Kemper – Spuren
Im neuesten Album „Spuren“ hat er auch Gedichte von Walt Whitmann und Hermann Hesse als Einspielungen dabei, Hesse sogar mit einer Aufnahme, die der Dichter 1941 selbst gelesen hat. Zwei Freunde „Halwe“ und „Monster“ treten als Gäste auf. Mit dabei sind Texte in slowenischer Sprache, seine Mutter hat dort Wurzeln. Die Musik wird oft von harten Gitarren dominiert, es gibt aber auch akustische Songs, wie „Never forget“ und „Für immer“. Das physisches Exemplar der CD hat ein schönes Artwork und kann über die Webseite jahnkemper.com direkt beim Künstler bestellt werden. Das Album ist auch bei allen bekannten Streaming-Diensten wie Spotify, Apple und Deezer erschienen.
https://www.rheinpfalz.de/lokal/neustadt_artikel,-interview-jahn-kemper-aus-sankt-martin-%C3%BCber-sein-neues-album-_arid,5894207.html

